Juni 2019

Teil 2: Der adäquate Einsatz

Medical Artificial Intelligence Diagnosis (MAIDx) dient dem Zweck, Ihnen die besten Produkte der medizinischen Künstlichen Intelligenz (AI) weltweit führender AI-Entwickler einfach, sicher und schnell zugänglich zu machen. Wie wenden wir die AI täglich sinnvoll an? Ein Gedankenbeispiel.

Das Thema der medizinischen AI ist nun seit knapp zehn Jahren im wissenschaftlichen Sektor hörbar. Im größten medizinischen Portal, der US National Library of Medicine des National Institute of Health (PubMed) erzielt das Abfragekriterium Artificial Intelligence Anfang Mai 2019 knapp 90.000 Treffer. Seit dem Jahr 2007 werden dabei jährlich relativ konstant etwa 4.000 Artikel publiziert mit einer Spitze von 6.650 Artikeln im Jahr 2017.

Wir von ERS Emergency Radiology Schueller und unserem technologischen Partner XCOORP haben in den letzten Jahren die Entwicklung der AI mit größter Aufmerksamkeit begleitet. Wir sind heute mehr denn je der Ansicht, dass die AI einen relevanten Impact auf die weltweite medizinische Dienstleistungserbringung haben wird – unabhängig davon, ob wir diesem Prozess mit Freude oder mit Skepsis entgegensehen. Unser Standpunkt wird zudem durch die Themenwahl nahezu aller großer Fachkongresse und durch zwischenzeitlich hochrangig publizierte Studien untermauert. In diesen wird belegt, dass verschiedene AI-Anwendungen dem fachärztlichen Goldstandard unter Testbedingungen zumindest ebenbürtig sind, etwa in der Detektion und Differenzierung von Haut- und Lungentumoren, um markante Ergebnisse der Veröffentlichungsjahre 2017 bis 2019 zu benennen.

Wie wir Ärzte mit der Anwendung einzelner AI-Produkte im Berufsalltag umgehen, wird sich sehr bald weisen. Nehmen wir als Beispiel, wie wir uns den Einsatz der AI eher nicht vorstellen können, ein fernes asiatisches Land. In diesem werden pro Zentrumsspital täglich beispielsweise knapp tausend native CT des Thorax produziert, buchstäblich im Minutentakt. Nehmen wir an, dass es in diesem fernen Land zu wenige Fachärzte für Pulmologie und für Radiologie gäbe. Rasch wird klar, dass ein AI-Produkt, das Lungenrundherde erkennt, die Befunde alleine schreiben würde. Dann würden, ohne ausreichende fachärztliche Kontrolle, eine Vielzahl an Patienten mit der Diagnose eines Lungentumors das Spital verlassen. Das Hauptproblem daran: einzelne falsch-positive Befunde würden nicht exakt evaluiert. Abgesehen vom persönlichen Leid, das durch eine solche unzureichende medizinische Leistung entstünde, wären auch die unnötigen Folgekosten weit mehr als nur Kollateralschäden der Einsparung medizinischen Personals.

Hingegen dient uns bei ERS und XCOORP der europäische Standard als Imperativ, die medizinische Qualität mit der Anwendung der AI noch zu verbessern. Aus unserer Sicht ist es ausschliesslich vorstellbar, dass AI-Produkte Ärzte bei ihrer Arbeit unterstützen und die Sensitivität und Spezifität für Trauma und Erkrankungen nochmals erhöhen. Unsere Arbeitsbedingungen würden diese adäquate Assistenz durchaus vertragen. Ein Beispiel aus der Radiologie veranschaulicht, dass moderne radiologische Schnittbildgeräte jetzt schon mehr Daten erzeugen, als Ärzte Tag für Tag fähig sind, sinnhaft zu betrachten. Vor allem mit dem Verständnis, dass es letztlich nur wenige Bilder pro Untersuchung sind, welche für die Diagnose und individuelle Therapie unserer Patienten ausschlaggebend sind, sollten AI-Anwendungen den ärztlichen Workflow deutlich verbessern können: Nach unserer Meinung sollte die AI-Anwendung bereits im Hintergrund zu rechnen beginnen, sobald die Untersuchungen angefertigt werden. Sodann könnten die Untersuchungen den Medizinern gleichzeitig mit den bereits ausgearbeiteten unterstützenden Meinungen der AI-Produkte vorliegen. Es würde sukzessive ein Zeitgewinn pro Patienten und Arzt resultieren, der mit gesteigerten akademischen Ergebnissen Hand in Hand gehen würde.

Um einen aktuellen Presseartikel zu zitieren: „Wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten, werden sie immer stärker sein. Sie werden bessere Diagnosen stellen. Wir werden den Menschen nicht wegrationalisieren.“ Empathie, Intuition und menschliche Zuwendung seien die wahren Aufgaben der Ärzte – sie könnten mehr Zeit dafür finden, wenn Routineaufgaben maschinell durchgeführt würden. – (DerStandard, Link)

Wie funktioniert MAIDx?

Sondieren Sie einfach Ihre Wunschprodukte auf www.maidx.cloud aus! Kontaktieren Sie uns und wir installieren unser Diagnostic Gate in Ihrem System – und los! Die Anbindung an MAIDx ist für Sie kostenlos. Und Sie bezahlen tatsächlich nur, was Sie an AI-Dienstleistungen anfordern.

Kontaktieren Sie uns: https://www.maidx.cloud/start/contact-us/

Gerd Schueller, ERS

Michael Peck, XCOORP